Dr. Moshe Feldenkrais

Ingenieur, Judoka (1904-1984)

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Dr. Feldenkrais als junger Mann in Palästina
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Moshe Feldenkrais bei einem Training in San Francisco – © International Feldenkrais® Federation Archiv

Als Ingenieur und Judomeister besitzt er außergewöhnliche Kenntnisse der menschlichen Bewegungsabläufe und deren Wechselwirkung zur Schwerkraft.

Durch einen Unfall verletzte Moshe Feldenkrais sein rechtes Knie so stark, dass die Ärzte ihm prophezeiten, er würde im Rollstuhl enden (1940). Das war die Initialzündung, aus der Not heraus zu forschen. So lernte Feldenkrais sich und seinen Körper kennen, erfuhr die untrennbare Einheit von Körper und Geist. Damit war er seiner Zeit weit voraus.

In den folgenden Jahren entwickelte Dr. Feldenkrais die nach ihm benannte Methode, mit weit über 1000 Lektionen, wie er es nannte. Das sind Bewegungsabläufe, die Reize setzen, um im Nervensystem/Gehirn Veränderungen zu bewirken: Es geht auch anders, bereit zu sein, sich auf neue Muster einzulassen – nicht nur in den Bewegungsabläufen, auch in den Interaktionsmustern mit anderen Menschen oder wie wir die Welt erfahren.

Eine kleine Anekdote soll die Arbeit von Moshe Feldenkrais veranschaulichen:

Ben Gurion, der Staatsgründer und erste Premierminister Israels war ein Schüler von Moshe Feldenkrais (1956). Ben Gurion, dessen Rückenschmerzen ihn kaum noch eine Nacht durchschlafen ließen, der ohne Hilfe in kein Auto mehr steigen konnte und oft seine Minister im Liegen empfangen musste, war ein aufmerksamer Klient von Dr. Feldenkrais.

Nach einigen Monaten intensiven Begleitens wird Ben Gurion seine Rückenschmerzen los, leidet nicht mehr unter Hustenanfällen (Folge einer unnötigen Anspannung in Nacken und Kehle) und ist fähig mit 71 Jahren (wow!) einen Kopfstand zu machen. Er ist wie neu, wie ausgewechselt und um Jahre verjüngt.